Bürokratieabbau jetzt!

Gahts-no!-Priis 2012

Die Gewinnerin des Gahts-No!-Priis 2012 ist die Vereinigung «Autoshow Winterthur». Diese Vereinigung umfasst 23 Garagenbetreiber aus dem Raum Winterthur. Ihnen wurde eine über 30-jährige und in all den Jahren nie zur Anwendung gelangte Vorschrift zum Verhängnis, die das Aufstellen oder Aufhängen von Werbeblachen auf Privatgrund nur gegen eine Gebühr von je 100 Franken vorsieht.

Das ist die Geschichte: 100 Franken für Werbung auf Privatgrund

Um die neuesten Automodelle zu präsentieren, organisieren 23 Garagenbetreiber im Raum Winterthur jedes Jahr eine Autoshow. So auch in diesem Frühjahr. Um den Event angemessen und wirkungsvoll zu bewerben, haben die Garagenbetreiber auf ihrem Privatgrund Werbeblachen aufgehängt. Sie konnten beim besten Willen nicht ahnen, dass sie damit gegen eine über 30-jährige Vorschrift verstossen haben.

Die Garagisten staunten jedenfalls nicht schlecht, als sie von der Gewerbepolizei informiert wurden, dass das Aufstellen oder Aufhängen von Werbeblachen auf Privatgrund erstmals seit über 30 Jahren gebührenpflichtig sei. So kam es, dass die Winterthurer Garagisten zu den bereits bestehenden Gebühren wie beispielsweise für einen vorübergehenden Festwirtschaftsbetrieb oder für die Arbeitszeitbewilligung kurzerhand auch noch zum Bezahlen einer Gebühr von je 100 Franken angehalten wurden.

Der Ärger der Garagenbetreiber über die Gebühr, die im Vergleich zu anderen Ortschaften um ein Vielfaches höher ausfällt – etwa sechsfach höher als in Frauenfeld – ist das eine. Vor allem aber wünschen sie sich eine gewerbefreundlichere Auslegung der Gebührenordnung. Schliesslich ist das Autogewerbe in Winterthur ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler.

FDP Winterthur wird vorstellig

Damit die Garagenbetreiber mit ihrem Anliegen auf offene Ohren stossen, wird die FDP der Stadt Winterthur bereits am Montag in der Fragestunde im Grossen Gemeinderat Winterthur aktiv werden und den Stadtrat zur Stellungnahme auffordern. Peter Maier, Vorstandsmitglied der Vereinigung «Autoshow Winterthur», hat den den Gahts-no!-Priis 2012 stellvertretend für die 23 Winterthurer Garagisten in Empfang genommen. Er zeigte sich erfreut über die Preisvergabe: „Uns geht es nicht um die Gebühr als solche, die keinen der betroffenen Garagenbetreiber in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Uns geht es um das Prinzip der Verhältnismässigkeit und um den bürokratischen Leerlauf, der mit dieser Regelung produziert wird. Eine Regelung, die bei uns Garagisten notabene zum ersten Mal seit 1979 angewendet wurde.“

Lesen Sie hier die Geschichte

Senden auch Sie uns Ihr Bürokratieerlebnis ein und gewinnen Sie den Gahts-no!-Priis.

Erlebnisse eingeben

Gahts-no!-Geschichten lesen

Impressionen

FDP-Kantonsrätin Regine Sauter mit Preisträger Peter Maier
Regine Sauter übergibt Peter Maier den Gahts-No!-Priis 2012