Die Gewinner


Der «Gaht's-no!-Priis 2018» geht an den Getränkehändler Roger Bösch mit der Story «Ein Alarm genügt nicht»

Getränkehändler Roger Bösch zeigt sein staatlich verordnetes Fitnessprogramm. Seit seine Liftanlage vom Fachinspektorat für Aufzugsanlagen Winterthur FAWI bei einer Kontrolle – die 522 Franken für 30 Minuten kostete – bemängelt wurde, müssen Bösch und seine Mitarbeiter jeden Tag Hunderte Treppenstufen bewältigen. Der Lift darf keine Personen mehr befördern. Die eingebaute Alarmanlage ist den Beamten nicht sicher genug. Obwohl der schrille Signalton weit herum hörbar ist, müsste eine zusätzliche Notrufeinrichtung installiert werden. Diese kostet – wie sollte es auch anders sein – eine schöne Stange Geld. Das FAWI führt aus, es könne sein, «dass sich bei einer Betriebsstörung eine Person im Lift befindet und keine Hilfe anfordern kann». Roger Bösch ist irritiert, denn der Lift ist nur während der Geschäftszeiten in Betrieb. Der Alarm wäre für das Personal also unüberhörbar. Gemäss Richtlinie muss die Erhöhung der Sicherheit wirtschaftlich vertretbar sein und wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit beitragen. «Diese beiden Punkte sind in meinem Fall sicher nicht erfüllt», stellt Bösch klar. Hier geht es zum Beitrag in der Gewerbezeitung.

Der «Gaht’s-no!-Priis 2017» geht an die Hundetrainerin Daniela Rüegg

Die betroffene Frau hat vor einem Jahr in einem vom Veterinäramt Zürich anerkannten Institut den Kurs zur Hundetrainerin absolviert. Somit kann sie die kantonalen Erziehungskurse für Hunde leiten. Trotzdem wurde sie von der Gemeinde aufgefordert, den Kurs mit ihrem eigenen Hund bei einem Kollegen zu besuchen. Sie fühlt sich völlig vor den Kopf gestossen: «Es wird mir also zugetraut, jedem Halter diese Kurse zu erteilen. Aber mit meinem eigenen Hund wird mir die Kompetenz dazu abgesprochen? Das wäre ja genauso absurd, wie wenn ein Lehrer seine eigenen Kinder nicht unterrichten darf, weil er keine Ahnung von seinem Beruf habe?»

Der «Gaht’s-no!-Priis 2015» geht an einen jungen Steuerzahler

Die diesjährige Auszeichnung ging an einen jungen Steuerzahler, der folgende absurde Geschichte einreichte: Aufgrund von Umweltauflagen dürfen die Feuerwehren im Kanton Zürich nicht mehr mit gebrauchten Paletten das Löschen von Feuer üben, wie sie das jahrzehntelang getan haben. 2012 hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) das Verbrennen von alten Paletten verboten, weil diese die Luft verschmutzen könnten. Die Folge des Verbotes ist, dass die Zürcher Feuerwehren ab 2012 eigens hergestellte, nagelneue Holzpaletten erwerben und diese anschliessend verbrennen müssen. „Diese Geschichte zeigt den sorglosen Umgang mit Steuergeldern exemplarisch auf“, erklärt Jury-Präsident Peter Werder. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Der «Gaht’s-no!-Priis 2013» geht an das gebeutelte Kinderkrippenwesen der Stadt Zürich

Bei der Verleihung des diesjährigen Gahts-no!-Priis an das gebeutelte Kinderkrippenwesen der Stadt Zürich kam es zu einer skandalträchtigen Premiere: Die Preisverleihung fand ohne Preisträger statt, da die Krippenleitung, welche die Geschichte eingereicht hat, aus Angst vor behördlichen Repressionen nicht öffentlich auftreten wollte. Daher hat die FDP Kanton Zürich den Gahts-no!-Priis für die absurdeste Bürokratiegeschichte des Jahres zum ersten Mal in anonymisierter Form verliehen. Hier geht es zur ganzen Story.

Die Gewinnerin des Gahts-No!-Priis 2012 ist die Vereinigung «Autoshow Winterthur»

Diese Vereinigung umfasst 23 Garagenbetreiber aus dem Raum Winterthur. Ihnen wurde eine über 30-jährige und in all den Jahren nie zur Anwendung gelangte Vorschrift zum Verhängnis, die das Aufstellen oder Aufhängen von Werbeblachen auf Privatgrund nur gegen eine Gebühr von je 100 Franken vorsieht. Die ganze Geschichte gibt es hier.